Sternenhimmel fotografieren Teil 2

von Marcus Wahrenburg

Der Adapter ist da. Nun kann es weiter gehen mit dem Sternenhimmel. – Siehe Teil 1

Dachte ich zumindest. Doch ich musste leider schnell feststellen, dass die Technik nicht das Problem war.

Freudig nahm ich das Paket an der Tür an. In voller Vorfreude habe ich gleich auf dem Handy geschaut, wann die nächste sternenklare Nacht, mit einem guten Sternenhimmel, ist.

Perfekt. Heute Abend passen die Bedingungen am Besten. Also bin ich zur späten Stunde raus und habe die Kamera mit dem Fernauslöser aufgebaut. Die Blende komplett hoch gedreht (f22) und ISO runter auf 100. Ich fing dann mit einer Belichtungszeit von 3 Minuten an. Das erste Bild war sehr ernüchtert. Es war schwarz. Die drei Minuten haben nicht gereicht, die hohe Blende und den niedrigen ISO auszugleichen.

Also die Blende geöffnet und den ISO auf 400 hoch. Wieder drei Minuten belichtet. Das Bild war diesmal nicht schwarz, doch zeigte es einen fatalen Denkfehler meinerseits auf. Die Erde dreht sich. Und das ziemlich schnell. Statt einen scharfen Sternenhimmel mit leuchtenden Punkten, sah ich nur kleine leuchtende Striche am Himmel.

Die Belichtungszeit ist viel zu lang. Das die Erde sich dreht, war mir durchaus bewusst. Doch ich hatte deutlich unterschätzt, wie schnell sie es tut. Drei Minuten reichen schon aus, um diese Bewegung sichtbar zu machen. (Siehe Beitragsbild).

Somit musste ich mit der Belichtungszeit runter, bis ich bei einem Wert um die 15 bis 20 Sekunden lag. Ein Wert, wo ich keinen Fernauslöser brauchte, da die Kamera intern bis 30 Sekunden belichten kann. Das Warten auf die Technik war also unnötig und das Problem war auch nicht die Technik. Ein typischer Fall von: Erst überlegen, dann fotografieren.

Die Ernüchterung war groß und der Abend kalt. Mit dieser Erfahrung habe ich erstmal die Kamera wieder abgebaut und warte auf die nächste sternenklare Nacht für den nächsten Versuch. Inzwischen habe ich mich doch einwenig informiert, was zu beachten ist. Ich denke, der nächste Versuch wird besser laufen.

Disclaimer: Dieser Beitrag beschreibt meinen Weg zur Astrofotografie. Ich stehe hier noch am Anfang. Der Text weißt also fachliche Defizite auf und kann nicht als Anleitung zur Fotografie gewertet werden.

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