OneNote statt Evernote

OneNote statt Evernote?

von Marcus Wahrenburg

Vor mehr als einem Monat habe ich ein kleines Experiment gestartet. Ich wollte einen Monat lang OneNote statt Evernote nutzen. Hier also mein Fazit von diesem Monat.

Der Anfang war vielversprechend

Der Einstieg fiel mir ziemlich leicht. Ich nutzte das kostenlose Tool, welches bei Windows 10 mit installiert ist. Die Oberfläche war sehr aufgeräumt. Die Bedienung schien modern und erinnerte sehr an mobile Software.

Auch die Möglichkeit die Notizbücher einzeln zu speichern und zu verwalten gefiel mir sehr.

Die Freude war also groß, da OneNote deutlich frischer und moderner wirkte, als Evernote. Doch genau wegen der Oberfläche habe ich mich wieder gegen OneNote entschieden. Dazu später mehr.

Was ich noch immer gut finde

Das große Plus von OneNote gegenüber Evernote sind die Möglichkeiten im Editor. Verschiedene Elemente wie Text, Bild oder Dokumente lassen sich beliebig anordnen und einfügen. Man hat deutlich mehr Freiraum, beim Gestalten der Notiz.

Auch Funktionen wie verschiedene Überschrifttypen wie h1, h2 usw. sind sehr hilfreich und werden schon lange bei Evernote vermisst.

Die größte Stärke ist die größte Schwäche

Leider hat dieses freie gestalten auch seine großen Probleme. Sie werden einen erst bewusst, wenn man das ganze Mobil nutzt. Man kommt aus dem Schieben des Papiers nicht mehr heraus. Man muss in alle Richtungen mit dem Finger streichen, um alles sehen zu können. Da wird einem erst klar, warum Evernote bei der Zeilen basierten Funktion bleibt.

So schön auch die kostenlose App in Windows 10 ist, umso unterschiedlicher sind die jeweiligen Programme auf den verschiedenen Plattformen. Überall sieht es anders aus. Man konnte sich nicht auf einen gemeinsamen roten Faden einigen.

Leider betrifft das auch die Funktionen. Jede Anwendung auf den unterschiedlichen Plattformen, haben einen unterschiedlichen Pool an Funktionen. Was unter dem Strick bedeutet, dass man auf mehreren Plattformen gleichzeitig arbeiten müsste, um das volle Potenzial nutzen zu können.

Das leider ist absolut nicht vertretbar. Hier hat Microsoft ganz dringenden Bedarf der Überarbeitung.

Fazit

Nach einem Monat Nutzung von OneNote muss ich sagen, dass es für mich noch immer keine Alternative zu Evernote ist. Vom Funktionsumfang und Entwicklungsstand her rangiert es definitiv auf Platz 2. Dennoch hat es Evernote noch nicht erreicht. Somit bleibe ich bei Evernote und hoffe darauf, dass Evernote sich fangen wird.

2 Kommentare
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2 Kommentare

Markus 21. Februar 2019 - 06:42

Das ging mir ähnlich, ich gebe OneNote immer wieder mal eine Chance und habe es nach wie vor auch auf dem Handy installiert, da ich es immer weiter beobachte. Aber ich bin unterm Strich immer zu Evernote zurückgegangen.

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Marcus Wahrenburg 21. Februar 2019 - 07:19

Das ergeht vielen so. Evernote ist zwar immer noch Maß der Dinge, doch beim Look and Feel haben sie noch viel Potenzial nach oben.

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