Fotografie in Zeiten von Corona

von Marcus Wahrenburg

Eine nie da gewesene Situation, mit der keiner gerechnet hat. So kann man es wohl am besten beschreiben, was wir hier gerade alle erleben. Das Alltägliche Leben steht fast still, soziale Kontakte sollen eingeschränkt werden und alle sollten sich daran halten. Und das alles wegen einem Virus namens „Corona“.

Schwere Zeiten auch für Fotografen, die von ihrem Handwerk leben. Ein Handwerk der in der Regel immer Kontakt mit Menschen bedeutet und somit in der jetzigen Zeit nicht ausgeübt werden kann. Das gleiche gilt auch für Hobbyfotografen; auch wenn es hier nicht um Existenzen geht.

Bei mir selber merke ich es auch. Ich betreibe TFP- und Landschaftsfotografie als Hobby und kann beides im Moment nicht machen. Für beides müsste ich entweder raus gehen oder Menschen treffen. Menschen, die teilweise aus anderen Regionen kommen. Somit wäre der Kontakt noch verantwortungsloser. Natürlich liegt mein gewerblicher Teil auch lahm. Die nächsten Termine sind erst im nächsten Monat, wo ich auch noch nicht weiß, ob die überhaupt stattfinden können. Das hängt wohl sehr stark davon ab, wie schnell die Kurve der Corona Infektionen runter geht. Zum Glück ist es nur ein Nebengewerbe und bin von den Einkünften nicht abhängig.

Was kann man nun also tun, wenn man trotzdem seiner Leidenschaft nachgehen möchte. Es folgt eine Liste mit Dingen, die ich in dieser Zeit machen werde:

1. Datenspeicherung und -sicherung.

Es ist wahrscheinlich das ungeliebteste Thema unter den Fotografen. Seine Fotos sinnvoll und sicher zu Speichern. Doch jetzt hätte man die Zeit und Möglichkeit dazu. Wie ich meine Daten speichere und sichere erzähle ich noch in einem kommenden Beitrag.

2. Ausrüstung reinigen

Gerade wenn man mit der Ausrüstung auch draußen unterwegs ist, ist eine gründliche Reinigung sehr sinnvoll. Normalerweise sollte man natürlich nach jedem Einsatz solch eine Reinigung durchführen. Doch meistens begnügt man sich damit, die Linse wieder fein zu kriegen. Die Kamera und das Equipment kommt meist zu kurz. Also ran an die Tücher und Zahnbürste und es geht los.

3. Neue Shootings ausführlich planen

Jede Krise geht vorbei und danach herrscht meistens auch immer ein gewisser Aufschwung. Also sei bereit dafür und plant jetzt schonmal die Shootings für die Zeit danach. Gerade größere Projekte können nun ausführlich geplant und vorbereitet werden, wofür man sonst keine Zeit hat. Außerdem ist der kreative Kopf bei vielen deutlich leistungsstärker, wenn er mal nicht unter Stress steht.

4. Technik verstehen und neues entdecken

Die heutigen Kameras sind so voller Technik, dass man häufig gar nicht das volle Potential kennt. Man benutzt nur die Einstellungen, die man alltäglich braucht. Doch meistens ist mehr drin. Also einmal das Menü durch gehen und sich alle Optionen mal anschauen. Daraus ergeben sich vielleicht auch neue kreative Möglichkeiten bei den nächsten Bildern. Außerdem sollte jeder guter Handwerker sein Werkzeug In- und Auswendig kennen.

5. Objektfotografie

Ich persönlich wollte schon immer mal mich in der Objektfotografie ausprobieren. Doch wegen fehlender Zeit kam ich bisher noch nicht dazu. Jetzt wäre doch mal eine gute Gelegenheit. Die Kunst einfache Gegenstände so gut und kreativ in Szene zu setzten, dass es zu etwas besonderem wird. Sicher nicht einfach, doch die perfekte Möglichkeit die Kamera auch jetzt noch in die Hand nehmen zu können und Fotos zu machen.

Also macht das beste aus der Situation, bleibt zu Hause und vor allem gesund. Aktuelle Informationen zum Virus Corona findet ihr hier.

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