Evernote Wackelt der Thron

Evernote: Wackelt der Thron?

von Marcus Wahrenburg

Der einst so stabile und feste Platz an der Spitze der Notizapp scheint im Moment immer mehr zu bröckeln. So kommt es zumindest mir vor. Mal von den Problemen an der Führungsspitze abgesehen, mache Evernote große Versprechungen, die sie nicht eingehalten haben. Die großen Neuerungen die in Evernote kommen sollten, waren letztlich nur eine Änderung des Corporate Designs. Was dachte sich Evernote dabei?

Da fing ich an, darüber nachzudenken.

Fehlende Flexibilität

Schaut man sich die Möglichkeiten an, die man mit Evernote hat, bekommt man eine lange Liste mit Funktionen und angeblichen Möglichkeiten. Diese Liste scheint erstmal ziemlich beeindruckend. Doch mein Eindruck ist, dass diese Liste schon lange nicht mehr signifikant erweitert oder verändert worden ist.

Besonders fällt es auf, wenn man sich die direkten Konkurenten anschaut. Und je mehr Produkte man sich anschaut, desto mehr fällt auf, wie unflexibel der Notizeneditor ist. Und es braucht auch nicht viel Recherche, bis man merkt, dass viele Wünsche auch von den aktiven Benutzern noch offen sind. Und das schon lange.

Einfachste Funktionen fehlen

Das beste Beispiel ist die Funktion der Überschriften. Und damit auch die Möglichkeiten, eine Notiz zu gliedern. Eine Funktionen, die man fast überall findet und die gefühlt schon immer da war . H1, H2, usw. war das Erste, was ich bei HTML gelernt habe. Warum hat es Evernote bis heute nicht geschafft, diese einfache Funktion mit einzubauen? Und sie kennen diesen Wunsch der Benutzer. Es wird in den offiziellen Foren schon seit Jahren nach dieser Funktion verlangt.

Ohne diese oder ähnliche Funktionen kann man die Notizen nicht gliedern. Was das Lesen und Suchen von langen und großen Notizen schwer macht.

Aber das ist nur ein Beispiel. Generell kommt der Editor sehr steif daher. Schaut man sich zum Beispiel den direkten Konkurrenten OneNote an, kann man eine Menge darüber lernen, wie man Notizen gestalten kann. Freie Positionswahl der einzelnen Objekte, ohne dabei das zeilenbasierte Schreiben zu verlieren.

Gerade schaue ich mir auch die Software „Bear“ an. Das schnelle Formatieren mit „Markdown“ ist eine weitere Möglichkeit, komplexere Notizen erstellen zu können. Mit der entsprechenden Übung geht das so schnell von der Hand, da kann kein Mausschubser mithalten.

Ich hoffe das Beste

Man soll mich nicht falsch verstehen. Das ich Evernote so negativ herausstelle, kommt von meiner Hoffnung her, dass sie nicht den Anschluss verlieren. Noch haben sie einen Vorsprung, was die Fülle der Funktion an geht. Doch die Alternativen lauern schon und machen aktuelle Dinge einfach richtiger und besser.


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Das OneNote Experiment - mawablo 11. Oktober 2018 - 19:34

[…] […]

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