Evernote

5 Gründe, warum du auf Evernote nicht verzichten kannst

von Marcus Wahrenburg

Es ist schon sehr häufig passiert, dass ich überlegt habe, mich von Evernote zu lösen und Alternativen zu nutzen. Zum einen da ich immer neugierig auf neue Anwendungen bin. Zum anderen, weil ich mich ungern von Software anhängig mache. Zu diesem Thema schreibe ich aber noch einmal ein separaten Beitrag.

Doch es gab immer wieder Gründe den Weg zurück zu finden. Die möchte ich mit euch teilen, damit ihr nicht selber die Erfahrungen machen müsst.

 

Grund 1: Evernote ist einfach schnell

Egal welche Alternativen ich probiert habe; alle waren in der Bedienung langsamer. Damit meine ich nicht nur die Reaktion der Oberfläche, sondern auch den Weg zur Erfassung von Notizen.

Mit der schnellen Oberfläche beziehe ich mich allerdings auf die Programme für Mac und Windows. Die Web Variante ist leider auch bei Evernote recht träge. Das liegt aber auch einfach an den Webtechniken. Daher ist es auch heute noch wichtig, dass es für einen Dienst auch eine App oder eine direkte Software gibt. So kann man die Leistung des eigenen Computers wesentlich besser ausnutzen.

Auch wenn die Übersicht manchmal nicht immer die Beste ist, so ist das Erfassen einer neuen Notiz super einfach. Es ist auf allen Plattformen immer nur ein Klick notwendig und man hat ein frisches weißes Blatt vor sich. Da man ein Standardnotizbuch definiert hat, wird erst einmal alles dort gespeichert. So muss man sich nicht schon direkt beim Eintragen entscheiden, wo man es speichern möchte. Diese Funktion ist zwar klein, aber im Alltag wirklich wichtig. Denn da muss es schnell und unkompliziert gehen. Sonst würde man viele Dinge nicht eintragen, da schlicht die Zeit dafür fehlt.

Ein Beispiel: Man läuft durch die Fußgängerzone und hat es eilig den nächsten Bus zu bekommen. Dabei fällt einem ein Plakat für ein Konzert auf, welches man vielleicht besuchen wollen würde. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie diese Situation ausgehen könnte. Mit Evernote würde man einfach das Plakat abfotografieren. Später dann zu Hause, wenn man in Ruhe seine Inbox sortiert, sieht man das Foto und erinnert sich. Man kann gleich Online nach Karten schauen und diese bestellen. Ohne Evernote wäre man wahrscheinlich weiter gelaufen, da man ja den Bus bekommen muss. Man hätte höchstens ein normales Foto gemacht. Das wäre dann aber im Fotoalbum vom Handy gelandet und durch jedes weitere Foto, welches am Tag gemacht wurde, weiter nach hinten geschoben worden. Man hat dann schnell vergessen, dass Foto gemacht zu haben. Wahrscheinlich sieht man es dann erst zufällig wieder, wenn das Konzert schon gelaufen ist.

 

Grund 2: Evernote speichert alles

Generell kann Evernote alle Dateitypen speichern und entsprechend mit Schlagwörtern und Notizen versehen. Gängige Formate wie z.B. PDF werden sogar mit Vorschau angezeigt. Auch verschiedene Audioformate lassen sich direkt in der Notiz abspielen, ohne sie vorher herunterladen zu müssen. Daher war Evernote auch meine erste Wahl, als ich eine Zeit lang Audiotagebücher geführt habe.

Office Dokumente werden zwar nur als Datei angezeigt, können aber ohne Zwischenspeichern verändert werden. Es ist halt lediglich eine Office Installation nötig.

 

Grund 3: Evernote findet alles

Man sagt nicht umsonst, dass man bei Evernote nicht sucht, sondern findet. Die Suche ist wohl das Beste an der Software. Sie durchsucht alle Dokumente; auch Bilder, Office Dokumente und PDFs; mit OCR Volltextsuche und hat bisher immer genau getroffen. Entsprechende Überschriften, Ordnerstrukturen oder Schlagwörter sind eigentlich nicht mehr nötig. Ich beobachte es auch an mir, dass ich immer weniger auf diese Mittel zurückgreife und stattdessen einfach die Dokumente in einem Sammelordner lege. Wenn ich etwas Bestimmtes suche, finde ich es auch immer.

Traut man dem doch nicht so ganz, kann man immer noch gut mit Schlagworten arbeiten. Sie sind noch gut geeignet, wenn man Dokumente Gruppieren und auch entsprechend gruppiert angezeigt haben möchte. Mit meinen Steuerunterlagen mache ich es z.B. so. Alle Dokumente die für das Finanzamt wichtig sind, bekommen einfach ein „Steuer“ Schlagwort zugeteilt. So kann ich mit einer Suche alle Dokumente finden, die ich für die Steuern jedes Jahr brauche.

 

Grund 4: Evernote hat ein gutes Speicherkonzept

Bei Evernote wird nicht im gesamten Speicherplatz gerechnet, sondern man bezahlt nach Speicherzuwachs. Wer also mehr Dateien hochladen will, muss halt auch mehr bezahlen. Doch der Archivierungsgedanke wird hier gefördert und nicht ausgenutzt. Da man ja nur den monatlichen Upload bezahlt und nicht den gesamten genutzten Speicherplatz, ist das Langzeit Speichern kein Problem. Selbst die niedrigen Uploadgrenze in der freien Version reicht aus, um vernünftig mit Evernote arbeiten zu können. Selbst mit vielen PDFs ist das erreichen dieser Grenze nicht so einfach.

 

Grund 5: Evernote ist integriert

Gerade unter iOS und MacOS ist Evernote super im System integriert. Das hinzufügen neuer Notizen funktioniert hier mit einem einfachem Tastenkürzel (Control+Command+N), das aus allen Programmen heraus funktioniert. So kann man, egal was man gerade macht, eben schnell seine Gedanken aufschreiben ohne aus der aktuellen Anwendung herausgerissen zu werden.

Durch die „Teilen“ Funktion von Dokumenten, Emails usw. können diese einfach zu Evernote hinzugefügt werden. Sie landen dann im Standardordner, wo man sie leicht finden und weiter verarbeiten kann.

Auch in der Spotlight-Suche ist Evernote integriert. Die hier eingegebenen Suchbegriffe werden auch in allen Notizen gesucht. Das gilt für iOS und MacOS.

In den Browsern ist Evernote ebenfalls vertreten. Für alle gängigen Browseranbieter gibt es Erweiterungen, um die Webclipper Funktion zu integrieren. Damit lassen sich Websites mit einem Klick in Evernote abspeichern. Dabei wird nicht nur ein Foto von der Seite gemacht, sondern alle Text- und Bildelemente importiert. So kann eine Website Offline gespeichert und auch noch dann geöffnet werden, wenn die originale nicht mehr online ist.

 


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3 Kommentare

Anne 27. Juni 2018 - 22:04

Mhh, Evernote… früher hab ich das auch ganz gerne benutzt. Teilweise, um von unterwegs aus schnell ein paar Zeilen, To Dos oder Links festzuhalten und teilweise, um damals freiberufliche berufliche Notizen zu Projekten speichern. Ich mag’s, dass Evernote relativ wenig vorgibt und so simpel ist, dass man es ähnlich wie ein Stück Papier für alles Mögliche verwenden kann. Weniger ist mehr.

Tatsächlich nutze ich Evernote aber seit einer ganzen Weile nicht mehr… berufliche Dinge kann ich darin aufgrund von Datenschutz-/Compliance-Richtlinien der Firma nicht ablegen und im privaten Bereich habe ich es mir irgendwie auch abgewöhnt, unbedingt in der Bahn noch die Gedankengänge für einen Artikel aufschreiben zu müssen oder alle möglichen Links und Notizen zu horten. Geht auch. 😉

Viele Grüße
Anne

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Marcus Wahrenburg 27. Juni 2018 - 22:18

Tatsächlich hatte ich auch mal eine lange Evernote Pause gehabt und auf das horten von Informationen verzichtet. Ich dachte mir, dass man es sowieso nicht braucht. Doch leider stellte sich nach ein paar Monaten heraus, dass es doch besser gewesen wäre. Es kam recht nah hinter einander zu zwei Ereignissen, wo ich bestimmte Informationen hätte gebrauchen können und sie mir sogar Geld erspart hätten. Seid dem bin ich wieder ein Infosammler geworden.

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Matthias Büsing 17. August 2018 - 09:23

Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich hoffe nur, dass man für das Plus-Modell einen Ersatz schaffen wird – für viele (die meisten?) dürfte Premium zu überladen und viel zu teuer sein…

Ich habe selbst mehrfach Anlauf genommen, mich von EN zu lösen, aber bis heute habe ich keine adäquate Lösung gefunden. OneNote hat einen völlig anderen Ansatz und ob es das langfristig noch geben wird, steht ja auch in den Sternen…

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